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Zahlungsarten für einen Webshop in Bosnien, Kroatien und Serbien

Nikola CerićGründer & Geschäftsführer, Manage IT

Karte, Nachnahme, Überweisung — welche Zahlungsarten man Kunden auf dem Ex-YU-Markt anbieten sollte und wie die Wahl die Bestellzahlen beeinflusst.

Welche Zahlungsarten Sie in Ihrem Webshop anbieten, beeinflusst direkt die Zahl der abgeschlossenen Bestellungen. Auf den Märkten Bosnien und Herzegowinas, Kroatiens und Serbiens unterscheiden sich die Kundenerwartungen von westeuropäischen oder amerikanischen Märkten, weshalb die Wahl der richtigen Optionen eine Frage der Geschäftsstrategie ist, nicht nur der technischen Umsetzung.

Die häufigsten Optionen auf dem Ex-YU-Markt

Nachnahme (Zahlung beim Kurier bei Übergabe): Obwohl es „altmodisch“ wirkt, ist es auf diesem Markt weiterhin äußerst beliebt und baut Vertrauen bei Kunden auf, die zum ersten Mal bei einem unbekannten Online-Shop bestellen — sie zahlen erst, wenn sie das Produkt physisch sehen.

Online-Kartenzahlung: Geschwindigkeit und Komfort, und eine Pflichtoption für ernsthaftes Umsatzwachstum, besonders für Kunden, die an Online-Einkäufe gewöhnt sind und nicht mit bereitem Bargeld auf den Kurier warten wollen.

Überweisung/Zahlschein aufs Konto: eine häufige Wahl für B2B-Kunden und größere Beträge, wo Firmen lieber über ihr Geschäftskonto zahlen als mit Karte.

Digitale Geldbörsen und moderne Zahlungsoptionen wachsen allmählich in der Beliebtheit, besonders bei der jüngeren Käufergeneration, sind aber auf dem regionalen Markt noch nicht so dominant wie im Westen.

Wie die Zahlungswahl den Verkauf beeinflusst

Ausschließlich Online-Kartenzahlung anzubieten auf einem Markt, wo Nachnahme weiterhin beliebt ist, heißt bewusst einen erheblichen Teil potenzieller Kunden abzuweisen, die einem unbekannten Shop schlicht nicht online mit Karte zahlen wollen oder trauen.

Andererseits begrenzt ausschließlich Nachnahme das Wachstum, weil sie Kosten erhöht (der Kurier muss zweimal kommen, wenn der Kunde nicht zu Hause ist; ein höherer Anteil zurückgesandter Ware, weil der Kunde „nur probiert“ ohne echte Kaufabsicht) und impulsive, schnelle Online-Käufe verhindert.

Praktischer Rat

Bieten Sie mindestens zwei Optionen an — meist die Kombination aus Nachnahme und Kartenzahlung — um beide Kundentypen abzudecken: die, die Geschwindigkeit und Komfort der Online-Zahlung wollen, und die, die zusätzliches Vertrauen brauchen, bevor sie einer unbekannten Website ihre Kartennummer geben.

Mit dem Wachstum des Shops und aufgebautem Vertrauen bei Stammkunden steigt der Anteil derer, die Online-Zahlung wählen, natürlich — aber in der Anfangsphase bedeutet eine breite Auswahl an Zahlungsoptionen direkt mehr abgeschlossene Bestellungen.

Nikola Cerić

Gründer & Geschäftsführer, Manage IT

Mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung — im eigenen Unternehmen und in großen IT-Firmen des Balkans.

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